Zeit-Reise: Zehn Jahre keine Armbanduhr, und dann eine Pebble.

Da ich gestern schrieb, ich würde erst morgen hier bloggen, muss dieser Beitrag wohl heute noch fertig werden… Also dann.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und ich auch. Irgendwann habe ich mir abgewöhnt, eine Armbanduhr zu tragen. Ich glaube, zu der Zeit, als ich mehr Notebooks statt Desktop-PC nutzte. Mich nervte das Kratzen des Armbandes auf dem Gerät… Wenn ich wirklich mal wissen wollte, wie spät es war und kein Windows XP-Bildschirm vor mir stand, schaute man eben auf’s Mobiltelefon, damals zumeist Nokia oder dann ein Palm Treo (via inside-handy.de). Es ist leicht zu erkennen, dass ich wohl schon sehr lange keine Uhr mehr am Handgelenk trage… Damals(tm), als Handys noch echte Klötze waren…

Tatsächlich hat die Pebble das geändert. Ich habe das Kickstarter-Projekt damals unterstützt, aber nie eine Kickstarter-Edition bestellt. Insgesamt sammelten die Entwickler mehr als 10 Millionen Dollar ein – benötigt hätten Sie nur 100000 Dollar.

Mich hat im Herbst ein Tweet (und dann weitere FB-Posts) von Thorsten wieder an die Pebble erinnert.

Wir haben dann ein wenig auf Facebook diskutiert, welche Pebble es denn sein sollte, und schlussendlich habe ich – auch ohne einen ausführlichen Test von Thorsten (ein Wink mit dem Zaunpfahl!) – Ende Oktober eine Jet Black Pebble bestellt.

Seitdem trage ich sie, und fühlte mich heute beinahe ein wenig unwohl, als ich sie doch zuhause liegen liess. Ich hatte vergessen, sie vom Ladekabel zu trennen. Denn das Laden der Uhr ist wirklich selten, mit einer Ladung von etwa 8 Stunden komme ich locker mehrere Tage aus. Dabei habe ich recht viele Notificatoins des iPhone 6 aktiv, also für E-Mail, Anrufe, SMS, Whatsappp, Facebook und Twitter. Bei den Twitternotifications lasse ich mir nicht nur die mich betreffenden Mentions und Direct Messages zeigen, sondern auch die Tweets meiner knapp 40 Lieblingskontakte dort. Gleiches gilt für fast ebenso viele Facebook-Favoriten.

Während ich zunächst annahm, die leichte Vibration am Handgelenk sei wesentlich dezenter als das Handy-aus-der-Tasche-suchen, musste ich mich vielmehr daran gewöhnen, nicht immer auf die Uhr zu sehen – das wirkt nämlich manchmal noch unhöflicher.

Es gibt viele weitere Artikel, die zur Entscheidung der Pebble beigetragen haben, zum Beispiel diesen hier. Und spätestens seit dem Bekanntwerden der Gerüchte um die viel schlechtere Akkulaufzeit der Apple Watch (Flos Weblog, Macerkopf) bin ich recht sicher, dass ich auf ein farbiges Display etc. wohl verzichten kann. Aber wir werden sehen.

Witzig ist die Möglichkeit, die Watchfaces zu ändern, dem Ziffernblatt ein neues Aussehen zu verpassen – analog, digital, Uhrzeit in Worten und sogar ein blinkender Weihnachtsbaum sind kein Problem.

Als weitere Apps nutze ich auf der Uhr Swarm, und im Frühjahr möchte ich die Uhr mal während einer Radtour zusammen mit Runtastic ausprobieren. Weitere Schrittzähler oder ähnliches nutze ich momentan nicht. Noch zu erwähnen ist vielleicht das witzige ‚Iconwatch‘-Watchface von corefault.

Und nun geht die Pebble schlafen, und ich darf nach 5,5 Tagen (nämlich seit letztem Mittwoch, 07:30 Uhr) wieder an’s Ladekabel. Oder war’s umgekehrt?

Ui, die Länge dieses Beitrags ist rekordverdächtig, zumindest für meine Verhältnisse. Wenn man sich mal die Zeit nimmt, klappt’s. Ob nun mit oder ohne Pebble. Wie finden denn meine LeserInnen solche längeren Artikel?

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