#Pro7Boykott? Klar! Klar? Und warum nun?

Tl;dr: lest leidmedien.de – und seid nett zueinander.

Nach nur 26677 privaten und immerhin fast 1000 beruflichen Tweets hat es dann doch noch für einem Shitstorm gereicht. Naja, es war eher ein leichter Luftzug, aber auch ohne #tatort-Hashtag hat es für fast 5800 Impressions und 677 Interaktionen mit diesem einen Tweet gereicht. Mit immerhin 9 Antworten ist es auch der,  der in diesem noch jungen Jahr am meisten von anderen kommentiert wurde. Die Antworten selbst erspare ich euch lieber hier, sie sind… sagen wir unfreundlich.

Was war’n jetzt? Ein Twitternutzer hatte die Moderatorin eines TV-Senders beleidigt, daraufhin drohte der Sender mit Konsequenzen. Die Folge war ein Shitstorm, wie man u.a. auf dwdl.de nachlesen kann. Die erste Reaktion des Senders war allerdings nur sekundäre Grund für das Trending Topic #Pro7Boykott gestern Abend schätze ich, und nicht das eigentliche Problem – obwohl man sicher auch ohne Reply den User hätte melden können. Twitter hätte und hat schnell reagiert und den User ziemlich zügig gesperrt.

Viel schwerwiegender und damit vermutlich auch der primäre Grund für den Shitstorm war die für meine Begriffe eher unprofesionelle weitere Antwort an den User inklusive der Wiederholung seiner Sprache und Rechtschreibfehler. Muss das wirklich sein? Auch auf welt.de wurde erst in den Kommentaren auf diese weitere, unangebrachte Reaktion hingewiesen, woraufhin der Beitrag aktualisiert wurde.

Bildschirmfoto 2016-01-09 um 18.01.37

 

 

 

 

 

 

Screenshot von welt.de vom 9.1.2016 um 18:01 Uhr.

Tja, und so bekam ich durch meinen Tweet (ganz oben) mit dem Tenor ‚Richtige Reaktion des Senders‘ ein Stückchen vom Shitstorm ab.

Die Beleidigung geht gar nicht. Die erste Reaktion des Senders ist angemessen – ob man sie auch an 1,5 Millionen Follower hätte müssen, ist Entscheidung des Senders. Aber die weitere Reaktion ist vollkommen daneben, finde nicht nur ich. Auch ein Chefredakteur eines großen Magazins hat das kommentiert – leider wiederum in einer meiner Meinung nach unangemessenen Weise. Und von Raul Krauthausen eine (wiederum sehr passende) Antwort erhalten. Mehr zu Raul und dem Projekt selbst auf leidmedien.de.

Und was ist nun mit dem Boykott? Tja, ich schaue ohnehin ‚echtes‘ Fernsehen nur noch sehr selten. Wenn man so will, boykottiere ich also den Sender. Und nicht nur den.

 

Schreibe einen Kommentar


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.