Auf der #rpten über den Weg gelaufen worden.

Die Überschrift ist nicht von mir – Frau N. hat sie mir sozusagen in die Timeline gelegt, als ich am Dienstag abends twitterte, wen ich gern noch alles treffen und ganz im Sinne des Namebadges mal persönlich „Hello!“ sagen wollte. Sie schrieb: „ich möchte bitte auch über den Weg gelaufen werden!“. Mangels Zeit für den Feedrader wusste nichteinmal, daß Frau N. auf der #rpten war – immerhin bloggt sie wirklich täglich, das war einer der Gründe dafür, daß auch ich wieder mehr blogge.

Es war ein andere re:publica. Mal abgesehen vom Jubiläum selbst – sie begann holpriger, und das bereits am Sonntag. Eine liegengebliebene S-Bahn führte dazu, daß mein Zug zwischen Berlin-Spandau und B-Gesundbrunnen nicht halten konnte – und damit insbesondere nicht mehr am Hauptbahnhof. Entgegen der Empfehlung, nach Gesundbrunnen zu fahren, stieg ich bereits in Spandau aus. Das war – ganz entgegen meiner Erdkunde-Note – richtig, denn 2 Minuten später fuhr am gegenüberliegenden Gleis ein RE zum Hbf. Im Hotel bekam ich wegen eines Zahlendrehers zunächst ein zu kleines Zimmer mit Blick in den Innenhof. Aber schon 10 Minuten eines in der gebuchten Kategorie mit Blick Richtung Potsdamer Platz – ich hatte bereits im letzten Jahr ein ‚Zahle 3, bleibe 4 Nächte‘ Angebot gebucht… Danach hab ich das Badge beim Pre-Checkin abgeholt (eine beinahe seriöse Abhandlung zur Frage, warum das Badge immer falsch herum hängt, findet sich bei Lars im Fischblog).

Trotzdem (ganz im Sinne von Sascha Lobo: ‚The Age of Trotzdem‚ YT-Link) war sie toll. Eigentlich wunderbar. Viele Sessions gibt’s als Video in dieser YT-Playlist. Ich hab mir für jeden Tag einen Stundenplan zusammengestellt; allerdings liefen einige Vorträge parallel, andere waren voll. Zum Glück kann man die verpassten ja ’nachholen‘. Und überhaupt: wie schon in den vergangenen Jahren fanden die wichtigen Dinge eher auf dem Affenfelsen oder (nachdem ich dann spontan noch Sonnenmilch gekauft habe) im Innenhof statt. Apropos Innenhof: dort gab’s Nice Fries, Pommes aus Kartoffeln, Möhren, noch einem Gemüse, welches mir gerade nicht einfällt, und das Ganze mit Pilze und einer Sauce nach Wahl (wobei Mango-Mayo dazu erheblich besser passt als Erdnußdings).

Um mal eine Session herauszugreifen, die mich aus verschiedenen Gründen, die vielleicht in den kommenden Woche deutlicher werden, beeindruckt hat, könnte man Wibke Ladwig ‚Nichts kommt dem Landleben gleich: Bibliotheken der Zukunft in der Provinz‚ nennen. Zudem hatte ich das Vergnügen, endlich die @Pressepfarrerin kennenzulernen.

Danach konnte ich mich mit Wibke und einem Mitarbeiter der Fachstelle des Landes NRW unterhalten – klasse. Überhaupt habe ich ein ‚weiteres und sehr nettes Dutzend‘ meiner Twitter-Timeline endlich persönlich kennengelernt – darunter Kiki, der ich mein prima Avatarbild zu verdanken habe.  Sie hat mit uns gezeichnet – die Bilder, die dort (auch ich hab gezeichnet) enstanden sind, müsst ihr aber schon selbst finden. Tipp: sucht mal auf Instagram nach dem Hashtag ‚#bingecreating‚.

Entgegen vieler Befürchtungen habe ich übrigens nicht ein einziges Mal gesnapchattet. Und das, obwohl es sogar eine Session ‚Snapchat für Erwachsene‚ gab, in der ein per Skype zugeschalteter Joshua Arntzen uns Snapchat erklärt – per Skype, da er es nach der Schule schlicht zeitlich nicht auf die #rpten geschafft hätte. Schon toll, dieses Neuland.

Am Dienstag habe ich abends dann noch in der GLS-Bank die ‚Missed Sessions‘ gehört, anschließend ging es mit Johannes und Rouven im GLS-Ampera wieder Richtung Station (und damit auch zu meinem Hotel). Die Closing ceremony habe ich verpasst, aber wie Kiki schon schrieb: ‚aber ich war beim Original dabei und das ist alles, was zählt. Magie lässt sich nicht wiederholen‘, stattdessen habe ich einen Freund in Berlin getroffen und eine Eissorte namens ’salzige Erdnuß‘ kennengelernt.

Weitere Berichte zur #rpten gibt’s bei Kai – er hat nur einzisge Session gesehen (und damit alles richtig gemacht), Johannes – der sich ein wenig ärgerte (und damit Recht hat) und Taipo – er nimmt sich das nicht wirklich gut gelöste Thema ‚gesponsorte Sessions‘ vor (das Pixi-Buch enthalte ich meinen Kindern, nachdem es für Adblocker wirbt – und über Flattr werden wir auch nochmal reden müssen). Frau N. schrub selbstredend täglich: hier, hier und hier. Dank Stefan ‚MonitoringMatcher‘ Evertz gibt’s die 3 Tage in Berlin auch in ‚Tweets pro Minute‘ und weiteren Zahlen (via rivva.de).

Ich schliesse mal mit einem Zitat aus dem Beitrag von Johannes:
Nächtes Jahr? Blöde Frage!

Ui, beinahe 700 Worte. Aber es war ja auch eine mehr als schöne Veranstaltung. Und prima Tage in Berlin. Danke.

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