Tödlicher Unfall mit einem Tesla: wie sicher sind Autopiloten im Auto?

Vor gut vier Wochen durfte ich auch eine Runde in einem Tesla drehen, und habe den Autopilot-Modus ausprobiert. Ungewohnt, aber spannend. Wohl aus Gewohnheit traue ich mich dabei allerings nicht, die Hände weiter als 5cm vom Lenkrad zu entfernen… Dabei sind solche Assistenten wie z.B. ein Tempomat heute schon in sehr viel kleineren Autos gang und gäbe, ich nutze ihn in meinem Prius täglich.

Und mein Auto hat keine weitere Assistenzsysteme, der Tempomat würde stumpf mit der eingestellten Geschwindigkeit vor eine Wand, einen Baum oder den Vordermann fahren.

Es ist ein Assistent für mein Auto. Das Auto ist fährt nicht allein, nicht autonom. Und genausowenig macht es ein Tesla – sagt auch Björn. Natürlich ist der Unfall (mobilegeekds.de via rivva.de) tragisch, vor allem, weil es wohl das gleiche Auto ist, das im April einen Unfall verhindert haben soll.  Nach dem Unfall im Mai, den der Fahrer nicht überlebt, sei ein DVD-Player im Autowrack gefunden worden, berichtet futurezone.at.

Immernoch gilt: der Fahrer hat zu jeder Zeit die Verantwortung. Und niemand kann sagen, ob der Unfall nicht auch in einem ’normalen‘ Fahrzeug in dieser Situation genauso geschehen wäre…

Kurz vor Mitternacht auf dem Burger King-Parkplatz

Keine Sorge, das ist nicht der Anfang einer Kurzgeschichte… Diese ‚ganz kleine Randbemerkung zur Elektromobilität‚ von Maximilian erinnert mich an etwas. Während er sich die Hamburger Harley-Days 2026 mit elektrogetriebenen Maschinen vorstellt, ist mir das vor ein paar Jahren in etwa so tatsächlich passiert:

Auf dem Rückweg von Paderborn kam ich vor vielen Wintern an einem lauen Sommertag an einem Burger King-Laden vorbei, als mich dürstete. Meinen Prius hatte ich noch nicht lange, und man sah das Auto auch noch seltener als heutzutage in freier Wildbahn….

Als ich mit einer nicht näher benannten damals noch zuckerhaltigen Limo wieder zum Auto schlurfte, hatte sich die Dorfjugend einer nicht näher benannten Stadt in der Nähe (die mit dem Rattenfänger…) um ihre Golf GTIs versammelt. Die Motoren dröhnten zum Glück nicht, aber man erleuchtete mit den Autolichtern den Parkplatz zusätzlich. Warum auch immer.

Wahrscheinlich war schon das Getränk völlig überteuert, aber der Blick der Jungs war unbezahlbar: ich rollte vollkommen lautlos vom Parkplatz, weil mein Prius bis etwa 30 Km/h eben elektrisch fährt, wenn die Batterieladung ausreicht. Vermutlich hat man zumindest mit ein bisschen Motorgeräusch erwartet – und blickte mir nun mit offenem Mund hinterher. Einer nahm sogar seine Sonnenbrille ab!

Und das alles nachts um halb Zwölf auf’m Burger King-Parkplatz… Vor so etwa 6-7 Jahren ein kleines Erlebnis, in heutigen Zeit nicht zuletzt dank Tesla eigentich nix Besonderes mehr.

 

Toyota Prius oder Tesla Model S – ein kurzer Vergleich

Heute habe ich eine Runde in einem Tesla Model S gedreht, und zwar einem 70D. Das ist die schwächste Variante – aber würde mir ganz subjektiv vollkommen reichen. Zumindest was die Beschleunigung angeht. Klar, ich fahre einen Prius, der auch ein nettes Drehmoment hat – aber eben nur an der Ampel und bis etwa 60 Km/h. Und die 320 PS des Tesla Model S merkt man eben auch dann noch in der Magengegend, wenn die Beschränkung von 70 Km/h auf der Bundesstraße aufgehoben ist und man „wie immer“ Gas gibt.

Die Fahrweise beider Automatik-Autos ist sehr sehr ähnlich – aber das waren auch schon die Gemeinsamkeiten. Wie gesagt saß ich heute kurz hintereinander in beiden Autos, irgendwelche Werte oder Maße habe ich nicht nachgeschlagen… Der Tesla scheint flacher als der Prius. Selbst ich stoße mir den Kopf, wenn ich hinten einsteige. Meine Annahme, das große Display in der Mitte würde vom Fahren ablenken, kann ich für mich nicht bestätigen. Alle wichtigen Infos werden in das Display, das sich „über dem Lenkrad“ befindet, eingespielt.

Apropos Lenkrad – beeindruckend ist die Autopilot-Funktion. Tatsächlich kann man während der Fahrt die Hände vom Lenkrad nehmen, das Auto fährt auch bei etwa 70 Km/h auf der Landstraße sicher und ganz allein Kurven – solange die Fahrbahnmarkierungen gut sichtbar (für das Auto) sind. Falls das Auto findet, daß der Fahrer eingreifen soll, sagt’s Bescheid. Das soll schon Unfälle verhindert haben. Anfangs dachte ich, die Unmengen von Technik würden übertrieben wirken. Tatsächlich fällt das aber weniger als befürchtet auf, und nach wenigen Kilometern vetraute ich der Autopilot-Funktion. Nicht weil, sondern obwohl ich beruflich mit Software zu tun habe…

Eine Überraschung war das Öffnen der Motorhaube vorn – wie beim ollen Käfer ist da ein Kofferaum, und ein Stutzen für die Wischwasch-Anlage. Sonst nix. Nix! Ach ja, und hinten ist noch’n Kofferraum. Der Tesla-Mensch sagte, daß die Fahrzeuge praktisch wartungsfrei seien.

Der (2009er) Prius hat weder einen Autopiloten noch einen vorderen Kofferraum. Irgendwann las ich mal „It’s a truly iconic car“ über „meinen“ Prius. Allein der Innenraum der 2012er Modelle ist noch platiklastiger als meines, und über den 2016er Prius kann ich eigentlich nur ganz wenig sagen, nachdem ich ihn schon im Autohaus gesehen habe: aufkeinenFallkommtmirsowasunterCarport!

Folgerichtig wird das nächste Auto halt ein Tesla – wenn, ja wenn der nicht der Preis wäre. Das Auto, das ich heute fuhr, kostete 97000 Euro. Die Argumente, man würde ja eine Förderung erhalten und jedes Jahr Benzinkosten sparen, kann ich sogar nachvollziehen – trotzdem scheint das eher ein geeignetes Geschenk zu meinem 50. Geburtstag zu sein. Frühestens. Und selbst dann muss mein Prius noch fast 8 Jahre halten. Ob er solange noch hält? Fänd‘ ich gut. Da fällt mir spontan der nächste Tüv-Termin im September ein…

Vollkommen vergessen habe ich, Fotos zu machen. Halb so wild, der Supercharger in Lauenau ist nur gute 30 Kilometer von zuhause entfernt. Das ist übrigens noch so ein Argument für das Auto…

Das Tesla Model 3 ist inzwischen keine Option mehr, denn ist es wohl erst in 3 bis 4 Jahren lieferbar und das ist auch so ziemlich die einzige Info, die ich von den Mitarbeitern, die die Fahrt begleiteten, erhält. Es ist halt ein Prototyp – nix genaues weiss man nicht…

Ich sollte auch einen Tesla 3 reservieren…

Naja, sagt zumindest t3n.de. Wenn ich mir dieses Video ansehe, formuliert sich vor meinem geistigen Auge die Frage: „Wo ist eigentlich mein Sparschwein?“. Zumal bei der momentan Reservierungssituation die Lieferung ziemlich genau mit dem 10. Geburtstag vom Prius zusammenfällt.

Nee, nicht wirklich.

Oder doch?

Na sowas – der Tesla Model 3. #ausderleseliste

Er wurde lange angekündigt, und die Erwartungen waren hoch: das neueste Tesla-Modell, das auf den Namen ‚Model 3‘ hört. Es ist für den „normalen“ Kunden gedacht, denn die bislang etwas über 100.000 ausgelieferten großen Brüder waren dann doch etwas zu teuer für den Durchschnittsautokäufer – nichtsdestotrotz sind das tolle Autos: Mit dem Tesla Model S… von Kitzbühl nach Genf zeigt eine schöne Tour, die Autos wurden zum Ziel von Hackerangriffen, haben zwei vehemmente Gegner eines Besseren belehrt, waren Hauptdarsteller von Filmprojekten (hier und hier).

Ob das nun kleinere (aber günstigere) Modell nun auch so gut ankommt? Ist es schon – am letzten Donnerstag wurde es vorgestellt, und für 1000 Dollar Anzahlung konnte man es vorreservieren. Selbst der Hersteller ist von der Nachfrage überrascht: über 250.000 Leute haben sich eintragen lassen, wie man u.a. bei t3n.de lesen kann. Das ist noch nicht verbindlich, und es wird erwartet, daß viele das Auto auch nicht endgültig kaufen (u.a. auf welt.de).

Tesla denkt laut (also auf Twitter) darüber nach, die Produktionskapazitäten zu erhöhen – das ist glaube ich das Problem: wie viele Einheiten müssen wirklich produziert werden (ob der Unverbindlichkeit der Reservierung) – und wie schafft man diese noch unbekannte Menge?

Mit diesem Post habe ich nicht nur wiedereinmal die Leseliste aufgeräumt, sondern das Thema Tesla ‚angelegt‘, das würde ich nämlich gern weiterverfolgen…

Handy am Steuer von Autos mit Elektromotor beziehungsweise Start-Stop-Automatik?

Eine interessante Frage stellt der Hostblogger hier – mich interessiert die Antwort ebenfalls: ich fahre ein sogenanntes Hybridauto, bei dem im Stand auch kein Motor läuft. Müsste man die Frage damit nicht eigentlich auf alle Fahrzeuge mit Start-Stop-Automatik erweitern?

Ähnlich wie der Hostblogger habe auch ich das Problem ‚Unerlaubtes Telefonieren im Auto‘ nicht, dank Freisprecheinrichtung – finde aber die Frage interessant und wichtig.

Das wird doch irgendwo geregelt sein, oder?

Tücken der (Auto)Technik

Eigentlich soll uns die ganze Technik ja das Leben nur leichter machen und es im Unfall-Fall schützen. Aber (natürlich) hat das auch einen Haken. Mit physikalischem Zugriff zu einem Prius und einem Laptop kann man dann auch die Anschnallgurte ferngesteuert straffen. Ohne, daß der Mitfahrer gewarnt würde oder eine Notsituation eintritt… Was noch so alles geht, liest man in diesem Forbes-Artikel.

Und an ein Auto heranzugekommen, wäre beinahe recht einfach geworden, wenn ein Forscher gezeigt hätte, wie er die Codes der Wegfahrsperren geknackt hat. Das hat Volkswagen dem ‚akademischen Hacker‘ allerdings von einem britischen Gericht erfolgreich verbieten lassen, wie SPON berichtete.

Sssssssst statt Brrrrrrrrrrrrm.

In seinem Artikel Elektrosound für E-Autos. zeigt Robert die Bemühungen von Audi, ein Problem zu lösen, das alle Elektro-Autos gemeinsam haben: man hört sie nicht.

Ich erinnere mich an Erfahrungen in einer Berliner Hotel-Tiefgarage 2010 oder letztes Jahr in einer 30er-Zone in Paderborn – denn wenige Kilometer und bis etwa 50Km/h fährt mein Toyota Prius auch rein elektrisch. Und ich gebe zu, sogar ein synthetischer R8 dürfte besser klingen als mein ‚Elektrowok‘ ;-)

Opel Ampera: Ein Auto mit Wumms

Zum Geburtstag hab‘ ich ein Auto bekommen. Einen Opel Ampera – für einen Tag ;-)

Im Unterschied zum Toyota Prius fährt der Ampera ständig rein elektrisch. Ein zusätzlicher Benzinmotor erzeugt Energie für den Elektromotor, wenn dessen Batterien nach ca. 50km (je nach Fahrweise) schlapp machen… Der Motor hat mit einem Drehmoment von 400Nm entsprechend Wumms – mehr als 3 mal soviel wie der des Prius. Das spürt man auch in den Beschleunigungswerten. Die Höchstgeschwindigkeit konnte ich nicht testen, sie liegt bei 161 Km/h – mein Prius fährt (nachweislich ;-)) 194 Km/h.

[simplegal gname=“Opel Ampera“ dir=“2011-12-ampera“]

Insgesamt kommt mir der Ampera etwas spielerischer vor, auch die Hochglanz-Mittelkonsole mit berührungsempfindlichen Plastik-Tasten ist zunächst eine Umstellung. Leider passen nur 2 Personen auf die Rückbank –  irgendwo muss die Menge an Batterien ja auch hin. Das merkt man schon am Kofferraum. Ich hatte bisher angenommen, mein Prius-Kofferraum sei klein…

Keine Frage, der Ampera macht Spaß – aber ist 50% teurer als der Mitbewerber aus Japan… Noch viel mehr und viel bessere Fotos und sogar Videos gibt’s drüben bei Jens auf rad-ab.com.

P.S.: Der Titel des Artikels stand wirklich schon während der Probefahrt fest, nicht erst seit diesen Meldungen über Fahrzeuge, die (teils sehr lange) nach Crashtests Feuer fingen…

As seen on TV – Toyota Prius: wirkt nicht (mehr)

Eine richtig tolle Werbung habe ich gerade drüben bei Alper auf meetinx.de gesehen. Das eigentlich beworbene Produkt, ein Toyota Prius ist gar nicht zu sehen. Nur das Kind, das man ohne eine Heckkamera (daher ‚Seen on TV‘) vielleicht übersehen würde… Solch hintergründige Werbung finde ich klasse. Das Kind bleibt viel besser im Gedächtnis als jede technische Erklärung oder Beschreibung.

„Leider“ wirkt die Werbung auf mich nicht „mehr“, das Auto fahre ich schon seit knapp 2 Jahren ;-)

Optimiertes Bremsgefühl

So klingt es, wenn ein Autohersteller ein Fahrzeug für ein Update der Bremssoftware zurückruft. Nachdem keiner ‚unserer‘ Toyotas von der Gaspedal-Problematik betroffen war, hat’s nun meinen Toyota Prius und die Bremse erwischt.

Die zunächst etwas träge Reaktion der Bremse fällt weniger auf, wenn man den Eco-Mode des Fahrzeugs gewohnt ist; die Beschreibung des Verhaltens auf der Toyota-Website stimmt aber, bei einer Vollbremsung reagiert das Auto zum Glück richtig  – das durfte ich vor drei Wochen ‚testen‚.

Der erste Film zu den Rückrufaktionen bei Toyota sind auch bereits in Arbeit… ‚Toyota Recall‚ [via Lupe, der Satireblog]

Auch Toyota-Fahrer?

Zum Glück sind alle drei Toyotas in der näheren und weiteren Familie nicht von der Rückrufaktion (tagesschau.de, sueddeutsche.de und toyota.de) betroffen, da Sie zu alt  (unsere Familinkutsche und der schwiegerväterliche Corolla) oder zu neu (mein Prius) sind… Mein kleiner Aygo wäre es gewesen, stelle ich gerade fest…

Was man tun kann, wenn’s doch passiert und sich das Gaspedal selbständig, kann man auf griminalbullizei.de nachlesen.

Nur ’ne 5…

Nein, es ist zum Glück nicht das Ergebnis einer Prüfung, sondern der Durchschnittsverbrauch der ersten Woche bzw. den ersten 571 Kilometer: 5,53 Liter/100km…

Damit liege ich aber bereits „vom Start weg“ in der Größenordnung des Verbrauchs des Vorgängers – und das ist doch bei nahezu verdoppelter Leistung gar kein so schlechtes Ergebnis. Als nächstes versuche ich, die „4“ vor dem Komma zu erreichen – Spritsparen soll ja hoffentlich bald als offizielle Sportart anerkannt werden…