Relevante Reichweite oder weitreichende Relevanz?

Vor kurzem erschien auf dem OSK-Blog ein Artikel von Sascha Pallenberg über das Bloggen und Content Marketing. Tenor: „Reichweite wird oft mit Relevanz verwechselt„. Aus diesem Artikel: ‚Trotz guter Zahlen findet er, dass mehr darauf geachtet werden sollte, wer mit einer Nachricht erreicht wird.‘ (via rivva.de)

Das erinnert mich ein wenig an die Radiowerbung, die im Übrigen bei mir so gut funktioniert, daß ich sie auswendig kann: „Geht in’s Ohr, bleibt im Kopf. Mit Radio erreichen Sie immer den richtigen.“

Unmengen von Daten müssten es doch eigentlich ermöglichen, das auch im Internet zu tun. Aber ist das immer zwingend nötig? Und es bleibt die Frage, ob man die relevanten Leute erreicht, in dem man seine manchmal auch große vorhandene Reichweite ausnutzt (viele Leser erhöhen die Chance, die relevanten zu erreichen) – oder ob es ausreicht, die relevante Zielgruppe anzusprechen, auch ohne Reichweite.

Natürlich kann es hilfreich sein, auch im letztgenannten Fall eine große Leserschaft hinter sich zu wissen. Denn das verschafft auch dem Gesprächspartner die gleiche, große Zielgruppe. Ob dieser dies nun möchte oder nicht. Das geschieht gerade Air Berlin, die einen Koffer von Gerald Hensel leider nicht zeitgleich mit ihm ans Reiseziel brachten. Er nutzte sein Blog, nachdem alle anderen Arten der Kontaktaufnahme wohl nicht funktionierten. Zusätzlich zum Fall selbst sind die Kommentare zu seinem Verhalten gar nicht uninteressant, finde ich.

 

 

Post von @Nico

Die Idee ‚Post von @Nico‘ hatte auch ‚rig2‚ – wer jetzt an die BILD-Zeitung denkt, liegt fast richtig. Es geht um die Online-Ausgabe Bild.de, für die Nico Lumma neuerdings eine Kolummne schreibt: ‚Die Sache mit dem Erreichen vieler Menschen‚. via rivva.

Ich schliesse mich Kai an: ‚…aber ein Schritt in die Mitte zwischen WIR und IHR kann nie schaden.‘

Einen weiteren Weg, um viele Menschen zu erreichen hat jemand namens V. gefunden: dazu muss man einfach mal in der Facebookgruppe meiner kleinen Heimatstadt im Münsterland, die sich selbst die ‚Stadt des $tier‘ nennt fragen, wo man denn $tier-Fleisch kaufen könne… Momentan sind es 167 Kommentare in etwa 16 Stunden. Geht auch… (Aus der Rubrik: Kann man machen, muss man aber nicht.)