Meine ‚Beifahrerin‘ sieht alles…

Nach einer Empfehlung von David auf Facebook fahre ich seit gut 2 Wochen eine Dashcam spazieren, die allerdings nicht auf dem ‚Dashboard‘, sondern oben rechts von innen an der Windschutzscheibe pappt, so ähnlich wie in dem Testbericht von Benjamin auf Caschys Blog von vor gut einem Jahr. Dort wird noch die C1 getestet, ich habe die S1.

‚Leider‘ durfte ich die Kamera schon testen, ein Beinaheunfall Anfang dieser Woche war die Premiere…

Mit der Kamera bin ich technisch sehr zufrieden, auch die Installation ist viel weniger schlimm als gedacht – mit so einem kleinen Spateldings kriegt man das Kabel gut hinter der Dach- und Säulenverkleidung versteckt. Theoretisch kann man gespeicherte Videos per WLAN herunterladen, allerdings ist das furchtbar langsam. Im Fall der Fälle nimmt man die Karte einfach raus und stopft sie ins Notebook. Aber nach den ersten 2 Tagen werden die Videos eh langweilig – außer vielleicht bei Beinaheunfällen. Beim gegnerischem Auto von schräg rechts, das fröhlich mit knapp 50 Km/h ein Stop-Schild über- und damit von rechts fast in mich rein fuhr, war das Nummernschild knackigscharf zu erkennen. Die Bildqualität kann man also getrost als mehr als ausreichend betrachten.

Zum Glück ist nix passiert, da ich ausweichen konnte, der Schreck war größer als alles andere.

Und auch wenn es prima Tools fürs Verpixeln von Kennzeichen zum Beispiel direkt bei Youtube gibt (hier mal eine Anleitung dafür) und es gar nicht grundsätzlich verboten ist, andere Autos inklusive der Kennzeichen zu zeigen (autozeitung.de, rechtambild.de bzw. kameraguru.de), sehe ich dafür – außer im Unfallfall – eigentlich keinen Grund dafür, die Aufnahmen überhaupt zu nutzen.

Aber ein beruhigendes Gefühl stellt sich durchaus ein.

Ohne Links wird das Internet ganz schön langweilig…

Henning Uhle fragt: ‚Wohin darf man noch verlinken?‚ nachde, das LG Hamburg die Linkhaftung verschärft hat – die Leipziger Kanzlei Spirit Legal berichtet hier ausführlich über das geführte Musterverfahren. Tja… Darf ich denn nun noch den Artikel auf netzpolitik.org verlinken? Nun, ich verfolge ja keine Gewinnabsicht mit meinem Blog…

Weitreichend ist das Urteil ist das Urteil auf alle Fälle – Golem, Heise und Mobilegeeks sprechen zum Teil schon vom kaputten Internet (via rivva.de: 1, 2 und 3).

Verbotene Eigenmacht: Hilfe, mein Fahrrad wurde angekettet!

Tatsächlich kannte ich den Ausdruck ‚verbotene Eigenmacht‘ vorher nicht – und auch mein Rad wurde noch nie von jemand anderem als mir irgendwo angekettet. Aber scheint ja öfter vorzukommen, als man so denkt.

Und die rechtliche Lage ist genau wie die möglichen Lösung scheinbar – wer hätte es gedacht – gar nicht so einfach. Auch wenn ich beim Lesen dieses Artikels ‚Nehmt das, ihr Bügelschloss-Döspaddel‚ schmunzeln muss, hoffe ich, daß es mir nicht auch mal passiert… (Was kriegt man eigentlich bei Scrabble für ‚Bügelschloss-Döspaddel‘?)